FugenTrio

Der FugenTrio ist eine Vorrichtung zum Aufbringen, Abgrenzen und gleichzeitigen Glattstreichen von manuell mit einer plastischen Füllmasse auszuspritzenden Fugen. Mit Hilfe dieser Vorrichtung kann auf einfache Weise sauber und materialsparend die Füllmasse aufgebracht werden.

Vor dem Ausfugen wird die Steckaufnahme auf die Tülle aufgesteckt und das Aufsatzstück wird so gegen die Fuge gehalten, dass die Orientierungsflächen an den Bauteilen anliegen und die Dichtflächen die Fuge begrenzen, also beispielsweise gegen die beiden Wände, die auf die Fuge zulaufen. Während die Füllmasse mit der Handhebelpresse aus der Kartusche ausgepresst wird, wird die Tülle zusammen mit dem Aufsatzstück an der Fuge entlanggezogen, während die Orientierungsflächen und die Dichtflächen auf den Wänden gleiten. Die Streichfläche wirkt hierbei als Schablone und begrenzt den Querschnitt der Fuge, so dass man eine gleichmäßig dicke Fugenfüllung erhält. Das Füllmaterial verteilt sich durch einen schräg angelegten Kanal erst in den hinteren Bereich, dann nach vorne und baut gleichzeitig ein Puffer auf. Dann erst gelangt überschüssiges Füllmaterial durch einen zweiten Kanal in einen Auffangraum.

Aufgabe der Vorrichtung ist es daher, dass die Füllmasse in dem durch die Streichfläche und die Dichtflächen begrenzten Fugenquerschnitt gehalten wird und die Fuge hierdurch bereits während der Führung des Aufsatzstücks ihre gewünschte Form erhält, ohne durch zusätzliche Einrichtungen wie Abziehmesser, Glätter oder dergleichen korrigiert werden zu müssen, so dass die Wandbereiche neben der Fuge nicht verunreinigt werden und Füllmaterial nicht verschwendet wird.

Herkömmliche Arbeitsweise beim Fugen

Zum Ausspritzen von Fugen sind Handhebelpressen bekannt, in die eine mit einer spitz zulaufenden Tülle versehene Kartusche eingesetzt wird, die eine Silikon-Füllmasse, Acryl, Klebstoff, Dichtmasse etc. enthält. Die Spitze der Tülle wird dann schräg an die Fuge angesetzt und durch Betätigen der Handhebelpresse wird die Füllmasse aus der Tülle ausgespritzt, so dass sie die Fuge ausfüllt. Insbesondere bei Fugen in Innenecken erweist es sich dabei jedoch als schwierig, die Dosierung der aus der Tülle austretenden Füllmasse und die Bewegung der Tülle längs der Fuge so zu koordinieren, dass die austretende Füllmasse eine gleichmäßig dicke „Raupe“ bildet, die die Fuge vollständig ausfüllt und dabei auf ihrer ganzen Länge eine gleichmäßige Dicke sowie eine glatte Oberfläche aufweist. Häufig ist es deshalb erforderlich, die ausgepresste Raupe nachträglich glattzustreichen, wobei zumeist die angrenzenden Wandteile mit Füllmasse verschmiert werden, so dass die Fuge letztlich ein unansehnliches Aussehen erhält. Selbst geübte Handwerker benutzen die herkömmlichen Abzieher, Glätter und andere Hilfsmittel. Dieses führt zu Material-, Qualitäts- und Zeitverlust.